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Zero Waste Badezimmer: Auf dem Weg zur grünen Oase!

15.06.2026
9 Min read
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© Jana Heinemann/ Unsplash

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mein Badezimmer lange Zeit überhaupt nicht als Problemzone wahrgenommen. Ich trenne meinen Müll, bevorzuge Glasbehälter und achte beim Einkaufen auch vorwiegend auf regionale Produkte. Erst kürzlich ist mir allerdings erst so richtig aufgefallen, wie viele leere Plastikverpackungen allein aus meinem Badezimmer im Müll landen. Shampoo-Flaschen, Duschgels, Zahnpastatuben, Deos und Abschminkprodukte – vieles wird bereits nach wenigen Wochen entsorgt und durch neue Verpackungen ersetzt. Ziemlich erschreckend! Daraus ist dann allerdings mein neues Projekt entstanden: Mein Badezimmer sollte zu einem Zero Waste Badezimmer werden! Heute kann ich sagen: Es war eine spannende Reise mit einigen Überraschungen, kleinen Rückschlägen und Produkten, die ich mittlerweile nicht mehr missen möchte. Seid also gespannt! 😀

Zero Waste Badezimmer – Der Grundgedanke

Bevor ich mit diesem Projekt gestartet habe, hatte ich eine völlig falsche Vorstellung von einem Zero Waste Badezimmer. Ich dachte, das Ziel sei es, überhaupt keinen Müll mehr zu produzieren. Ganz ehrlich? Dieser Gedanke hat mich eher abgeschreckt als motiviert. Mittlerweile sehe ich das aber völlig anders. Denn der Gedanke hinter Zero Waste bedeutet einfach:

  • Wiederverwendbare Verpackungen
  • Refill-Systeme
  • Feste Pflegeprodukte
  • Glas und Papier statt Plastik
  • Nachhaltige Inhaltsstoffe

Der Umstieg gelingt meist einfacher als gedacht. Viele moderne Alternativen bieten mittlerweile eine vergleichbare oder sogar bessere Qualität als klassische Drogerieprodukte.

Zahnpasta im Glas: Der erste Schritt für mein Zero Waste Badezimmer

Wenn es ein Produkt gibt, das in keinem Badezimmer fehlen darf, dann ist es ganz klar die Zahnpasta🪥 . Umso neugieriger war ich, als ich die Zahnpasta von Ben & Anna im Glas getestet habe. Mein erster Gedanke war tatsächlich: Die sieht ja richtig cool aus! Während herkömmliche Zahnpastatuben bei mir im Schrank verschwinden, macht sich dieses Glas tatsächlich richtig gut auf meinem Waschbecken. Es wirkt hochwertig und ist natürlich ideal für ein nachhaltigeres Badezimmer. Doch natürlich geht es nicht nur um die Optik. Schließlich soll die Zahnpasta ja vor allem eines können: die Zähne gründlich reinigen!

Was hat die Zahnpasta von Ben & Anna nun alles zu bieten? Beim ersten Öffnen fiel mir sofort die angenehm cremige Konsistenz und der erfrischende Duft auf. Die Zahnpasta lässt sich mit dem beiliegenden Spatel leicht entnehmen und auf die Zahnbürste geben. Minzöl und Salbei-Extrakt sorgen für einen frischen, aber nicht zu scharfen Geschmack. Nach dem Putzen fühlen sich die Zähne auf jeden Fall sauber und glatt an – genau so, wie ich es von einer guten Zahnpasta erwarte.

Die Zahnpasta enthält Fluorid, was für einige von euch bestimmt relevant ist. Bei dieser Entscheidung scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Wer also auf fluoridfreie Zahnpasta setzt, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hygiene. Zahnpastatuben sind auf jeden Fall hygienischer. Bei jedem Öffnen und jeder Entnahme durch den Spatel können Bakterien leichter ins Glas wandern.

VorteileNachteile
wiederverwendbares Glasweniger hygienisch
angenehmer Geschmackhöherer Preis
cooles DesignFluorid
Fluorid

Ich greife trotzdem immer wieder gerne zu dieser Zahnpasta. Wer bereit ist, bei der Anwendung kleine Kompromisse einzugehen, wird hier mit deutlich weniger Plastik belohnt.

Zero Waste Badezimmer Zahnpasta
Das Design sieht doch ganz cool aus, oder? © AK via Canva

Morgen-Highlight unter der Dusche: Lavera Feste Pflegedusche

Von allen Produkten, die ich getestet habe, hat mich die feste Pflegedusche von Lavera vermutlich am meisten überrascht. Ich muss zugeben, dass ich bei festen Duschprodukten immer etwas skeptisch und abgeneigt war. Für mich waren sie bis jetzt entweder zu trocken, zu wenig schäumend oder einfach nicht so angenehm wie ein klassisches Duschgel.

Die feste Pflegedusche von Lavera ist anders. Die vegane Rezeptur mit Bio-Orange und Bio-Minze wirkt unglaublich belebend. Besonders an Morgen, an denen ich eigentlich noch länger schlafen möchte, sorgt sie für einen kleinen Frischekick. Die „Seife“ liegt mit ihrer angenehmen Größe gut in der Hand, schäumt überraschend stark und lässt sich easy auf der Haut verteilen. Anders als andere feste Pflegeprodukte tut sie meiner Haut richtig gut. Sanft und natürlich.

Allerdings gibt es auch hier einen kleinen Nachteil (zumindest für mich): Die feste Dusche sollte nach der Anwendung an einem geeigneten Platz gut trocknen können, ansonsten wird sie mit der Zeit zu weich und verbraucht sich schneller. Das ist im Gegensatz zu Duschgels umständlicher.

➕VorteileNachteile
sehr ergiebigbenötigt eine geeignete Aufbewahrung
biologisch abbaubar, ohne festes Mikroplastikweniger praktisch als Duschgels
Naturkosmetik und vegan
ohne künstliche Farb- und Konservierungsstoffe

Feste Dusche
Feste Dusche: ergiebig, nachhaltig und erfrischend! © AK via Canva

Weniger Verpackung, gleicher Komfort: Lavera Basis Sensitiv Shampoo mit Refill

Feste Shampoos sind natürlich der Klassiker, wenn man an Nachhaltigkeit in der Haarpflege denkt. Doch nicht jeder möchte sofort auf diese Variante umsteigen und ich gehöre da ebenfalls dazu. Deshalb habe ich nach einer anderen Alternative gesucht und bin dabei auf das Basis Sensitive Pflegeshampoo mit Refill-System von Lavera gestoßen.

Das Shampoo selbst finde ich mild und beruhigend. Da meine Kopfhaut immer wieder mal Probleme bereitet, sind mir sanfte Produkte grundsätzlich am liebsten. Zudem werden die Haare gründlich gereinigt, ohne sie dabei auszutrocknen. Die Rezeptur mit Bio-Aloe Vera und Bio-Jojoba spendet nämlich ausreichend Feuchtigkeit.

Natürlich handelt es sich hier um keine müllfreie Lösung, allerdings kann man durch das Refill-System deutlich Verpackungsmüll einsparen. Ist das Shampoo leer, muss nicht jedes Mal eine neue Verpackung gekauft werden. Stattdessen wird die Flasche ganz easy mit einem Refill nachgefüllt. Der Nachfüllbeutel umfasst den Inhalt von 2 Flaschen.

VorteileNachteile
sanft und feuchtigkeitsspendendRefill-Beutel besteht aus Kunststoff
gute Kämmbarkeitnicht überall erhältlich
ohne Silikone und vegan
natürlicher Duft
weniger Verpackungsmüll durch Refill-System

Wer sich also, so wie ich, noch nicht an feste Haarpflege gewöhnen möchte, der findet hier einen guten Einstieg fürs Zero Waste Badezimmer.

Lavera Refill
Refill-System: Für mich ein echter Gamechanger! © AK via Canva

Weleda Deostick – der Härtetest an heißen Sommertagen

Wenn es ein Produkt gibt, das ich neben der Zahnpasta auch täglich benutze, dann ist es Deo. Umso wichtiger war es für mich, auch hier eine nachhaltiger Alternative zu finden. Der Deostick von Weleda ist mir sofort ins Auge gestochen, weil er auf natürliche Inhaltsstoffe setzt und noch dazu deutlich umweltfreundlicher daherkommt, als viele herkömmliche Deos. Dafür sorgt die plastikfreie Verpackung aus Karton.

Damit der Deostick aufgetragen werden kann, drückt man an der Unterseite leicht an und schiebt den Stift so nach oben. Gewöhnungsbedürftig und erfordert ein wenig Übung, damit sich das Produkt dann auch wieder schließen lässt. Ist der Deostick einmal „ausgefahren“, dann gibt es kein zurück mehr. Die Konsistenz ist eher wachsig-cremig. Auch beim Auftragen fühlt sich das Deo zunächst etwas ungewohnt an, weil es einen dünnen Film auf der Haut hinterlässt. Dieser zieht mit der Zeit ein – etwas Geduld ist jedoch gefragt.

Der Duft ist dezent krautig – typisch Weleda. Nicht süß, nicht künstlich, sondern natürlich und zurückhaltend. Die Verträglichkeit hat mich ebenfalls überzeugt. Keine Hautirritationen – auch nicht beim Auftragen nach der Rasur. Da reagieren meine Achseln nämlich besonders empfindlich.

An besonders heißen Sommertagen oder bei sportlichen Aktivitäten ist mir aufgefallen, dass die Wirkung nicht ganz an die eines gewöhnlichen Deos herankommt. Da sollte man dann gelegentlich nachlegen. Ansonsten finde ich den Deostick sehr gut.

VorteileNachteile
natürliche Inhaltsstoffeumständlichere Anwendung
angenehmer Duftbegrenzte Wirkung bei starkem Schwitzen
plastikfreie Verpackung
kein Alkohol
gute Hautverträglichkeit

Zero Waste Badezimmer Deo
Weleda – das etwas andere Deo! © AK via Canva

Zero Waste Badezimmer: Abschminken ohne Plastikflasche

Der feste Make-up Entferner von Foamie war für mich so ein typisches Produkt, bei dem ich zuerst gedacht habe: Klingt spannend, aber funktioniert das wirklich? Abschminken ist bei mir kein optionaler Schritt, sondern ein tägliches Ritual.

Auf den ersten Blick sieht der Make-up Entferner ganz untypisch aus – eine Dose aus Karton mit festem Inhalt. Die Konsistenz wird euch allerdings überraschen. Ihr nehmt ein bisschen vom Reiniger zwischen die Finger, lässt es ein wenig schmelzen und verteilt es dann auf eurem Gesicht. Sobald der Reiniger anschließend mit Wasser in Kontakt kommt, wird er richtig cremig. In der Hand wirkt das Produkt zwar ungewohnt und fest, aber beim Auftragen wird es schnell geschmeidig. Besonders positiv finde ich, dass meine Haut nach der Reinigung nicht spannt und sich angenehm weich anfühlt.

Ich habe das Produkt sowohl bei leichtem Tages-Make-up, als auch bei stärkerem Make-up getestet. Bei leichteren Make-up-Looks funktioniert er wirklich sehr gut. Bei stärkeren Looks, besonders bei wasserfester Mascara, muss das Produkt mehrmals angewendet werden, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen. Der Foamie Make-up Entferner ist für mich zwar kein perfekter Ersatz, aber dennoch ein guter Schritt in Richtung Zero Waste Badezimmer.

VorteileNachteile
umweltfreundliche Verpackungwasserfeste Mascara wird nicht immer zuverlässig entfernt
vegananfangs ungewohnte Anwendung
sehr ergiebig
mild zur Haut

Zero Waste Badezimmer Make-up Entferner
… weil Make-up Entferner nicht ausschließlich flüssig sein muss! © AK via Canva

Zero Waste Badezimmer: Was ich aus meinem Experiment gelernt habe!

Nach umfangreichem Testen fällt mein Fazit sehr positiv aus. Nicht jedes Produkt war perfekt, aber viele haben mich dennoch positiv überrascht. Mein Weg zum Zero Waste Badezimmer ist noch nicht abgeschlossen. Aber jede vermiedene Plastikverpackung zeigt mir, dass auch kleine Veränderungen einen Unterschied machen können. Und genau darum geht es auch bei Zero Waste: nicht um Perfektion, sondern um bewusstere Entscheidungen in unserem Alltag.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr schon auf nachhaltigere Alternativen umgestiegen? Gerne könnt ihr mir eure Erfahrungen dazu in den Kommentaren hinterlassen! Ich bin gespannt! 😊

Die getesteten Produkte haben wir übrigens alle auf Amazon gekauft. Vergleicht unbedingt die Preise, denn beispielsweise die Zahnpasta war bei Amazon günstiger als im Online-Shop von Ben & Anna (EUR 6,99). Und das Shampoo & Refill (EUR 4,94 und EUR 7,19) ist im Lavera-Shop online gerade günstiger als bei Amazon. Hier eine kurze Aufstellung dazu:

LinkPreis*
Ben & Anna Zahnpasta€ 5,03
Lavera Feste Pflegedusche€ 2,98
Lavera Basis Sensitive Shampoo + Refill€ 7,55 + € 8,05
Weleda Deostick€ 6,95
Foamie Make-up Entferner€ 6,24
* Stand 15.06.2026

Alles Liebe und bis bald! 💕
Andrea

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