„Rote Lippen soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da …“ – singt man doch so schön. Was uns dieses Lied allerdings verschweigt: Was passiert eigentlich nach dem Küssen mit den roten Lippen? Der Grat zwischen Sexy und Clown-Look ist dann doch irgendwie sehr schmal. Genau deshalb ist getönter Lippenbalsam für mich mittlerweile die diplomatische Lösung zwischen „Ich hätte gerne ein bisschen Farbe“ und „Ich möchte meinen Partner heute Abend nicht gleich mit schminken“. Denn so sexy ein perfekt geschminkter roter Mund auch aussieht – spätestens wenn aus dem romantischen Dinner eine kleine Schmuse-Nacht werden könnte, bekommt das Thema Lippenstift plötzlich eine völlig neue Dimension. 💋
Denn ganz ehrlich: Wer greift vor einem Date, bei dem man durchaus optimistisch in Bezug auf den weiteren Abendverlauf ist, wirklich völlig sorgenfrei zum knallroten Lippenstift? Das ist eine schwierige Entscheidung. 💭 Und doch stehe ich oft vor dem Spiegel, trage einen wunderschönen Farbton auf und denke jedes Mal: Warum mache ich das eigentlich nicht viel öfter? Fünf Minuten später trinke ich einen Kaffee und meinen Lippenstift trägt plötzlich hauptsächlich die Tasse. Beim Essen beobachte ich verstohlen mein Besteck. Beim Wein hinterlasse ich am Glas einen perfekten Mundabdruck und spätestens beim Dessert beginnt die große Frage: Befindet sich die Farbe eigentlich noch dort, wo sie ursprünglich hingehört? 🤡
Kussfest oder nicht?
Und dann kommt vielleicht dieser eine Blick von der anderen Seite des Tisches. Ihr wisst schon, welchen ich meine. 😉 Plötzlich lautet die wichtigste Frage des Abends nicht mehr, ob wir noch einen Drink bestellen, sondern: Ist dieser Lippenstift eigentlich kussfest? Denn ich habe grundsätzlich nichts dagegen, meine Beauty-Produkte zu teilen. Eine Handcreme? Gerne. Shampoo? Bitte sehr. Aber wenn mein Partner nach dem Küssen denselben Lippenstift trägt wie ich, geht mir das mit der partnerschaftlichen Gleichberechtigung dann doch ein kleines bisschen zu weit. 😅
Ja, genau deshalb mag ich Lippenprodukte, die unkomplizierter sind. Ich möchte Farbe, aber keinen perfekt aufgemalten Mund. Ich möchte gepflegte, weich aussehende Lippen, ohne vor jedem Kuss eine kleine Risikoanalyse durchzuführen. Und ich möchte zwischendurch nachtragen können, ohne dafür einen Spiegel, einen Lipliner und die ruhige Hand einer Herzchirurgin zu benötigen. Hier kommt Queen of Green ins Spiel – und mit der österreichischen Marke zwei Damen, die schon ihren Namen nach durchaus unterschiedliche Pläne für den Abend zu haben scheinen: Rosy Rosalie und Charming Charlotte. Die eine rosig, die andere bronzefarben. Beide vegan und plastikfrei. Beide sind für Lippen und Wangen gedacht. Und beide sind hoffentlich bereit für den Praxistest. 😉

Getönter Lippenbalsam: der entspannte Mittelweg zwischen Lippenstift und Pflege
Natürlich kann ein klassischer Lippenstift wunderschön sein. Er kann einen ganzen Look verändern, Selbstbewusstsein geben und aus Jeans und weißem Shirt innerhalb von Sekunden ein Outfit machen. Aber er verlangt Aufmerksamkeit. Getönter Lippenbalsam ist für mich dagegen die entspannte kleine Schwester des Lippenstifts. Hübsch, aber nicht anstrengend. Sie kommt mit zum Dinner, bestellt spontan noch einen zweiten Cocktail und bekommt keine Krise, wenn später jemand sehr nahe kommt. 🍸
Der entscheidende Unterschied liegt im Ergebnis. 👄 Während ein klassischer Lippenstift die natürliche Lippenfarbe mehr oder weniger stark überdeckt, schenken die Queen-of-Green-Balms nur einen zarten Farbton. Die eigenen Lippen scheinen weiterhin durch. Das Ergebnis ist eher ein „Meine Lippen sehen heute aber erstaunlich gut aus.“ Und weniger: „Ich habe exakt 17 Minuten benötigt, um diese Lippenkontur zu ziehen.“ Wie ihr wisst, müssen gute Produkte bei mir praktisch und subtil sein. Gerade diesen No-Make-up-Effekt liebe ich im Alltag. Mascara, etwas Blush, Augenbrauen in Form bringen und einen Hauch Farbe auf die Lippen – fertig. Niemand muss wissen, wie viel oder wenig dabei tatsächlich nachgeholfen wurde. Ein bisschen Geheimnis hat schließlich noch niemandem geschadet. 😉
Queen of Green – wenn Nachhaltigkeit plötzlich ziemlich attraktiv aussieht
Hinter Queen of Green steckt die Wienerin Julia Schauer – und ihre Geschichte gefällt mir gerade deshalb, weil die Marke nicht aus der Idee entstanden ist, einfach noch ein weiteres hübsches Beauty-Produkt auf den Markt zu bringen. Julia lernte natürliche Wirkstoffe schon früh über die Apotheke ihres Vaters kennen. Besonders die Ringelblume spielte dabei eine Rolle. 🌼 Nach einem Fotografiestudium in London arbeitete sie später unter anderem als Beautyredakteurin für österreichische Lifestyle-Magazine und konnte dabei unzählige Kosmetikprodukte ausprobieren. 💚
Das Problem, das schließlich zur eigenen Marke führte, war allerdings ein ziemlich alltägliches: trockene, spröde Lippen. Statt sich mit der vorhandenen Auswahl zufriedenzugeben, wollte Julia eine Lippenpflege entwickeln, die intensive Pflege mit natürlichen Inhaltsstoffen verbindet und gleichzeitig ohne klassische Kunststoffverpackung auskommt. Mehr als zwei Jahre wurde laut Queen of Green gemeinsam mit einer Mikrobiologin an den ersten Rezepturen gearbeitet. 🧪
Heute werden die Produkte von Queen of Green von Hand in Wien hergestellt, sind vegan und kommen in plastikfreien Kartonhülsen. Die Marke ist außerdem PETA-zertifiziert und Mitglied bei Zero Waste Austria. Und genau das finde ich spannend. Denn nachhaltige Kosmetik hatte lange Zeit ein kleines Imageproblem. Sie war zwar vernünftig, aber nicht unbedingt sexy. Praktisch, aber optisch manchmal ungefähr so aufregend wie ein Reformhausregal aus den Neunzigern. Queen of Green beweist ziemlich charmant, dass beides gleichzeitig funktionieren kann. ♻️
Natürlich UND hübsch. Vegan UND wirksam. Plastikfrei UND sexy. Wer sagt schließlich, dass Weltverbessern immer in Birkenstocks stattfinden muss? 😏

Rosy Rosalie & Charming Charlotte – getönter Lippenbalsam für Lippen und Wangen
Das Dynamic-Duo besteht aus zwei getönten Lippenbalsamen mit jeweils 9 Gramm Inhalt. Rosy Rosalie bringt einen zarten Rosaton mit, während Charming Charlotte in Richtung Bronze geht. Beide können nicht nur auf den Lippen, sondern auch auf den Wangen verwendet werden. 🩷 Aktuell kostet das Duo 27,90 Euro und ist damit zwei Euro günstiger als der Einzelkauf beider Balms. Was mir an diesem Konzept sofort gefällt, ist die Vielseitigkeit. Gerade wenn ich unterwegs bin, möchte ich nicht meine halbe Make-up-Schublade mitnehmen. Ein Produkt, das morgens Lippenpflege ist, anschließend ein bisschen Farbe schenkt und notfalls auch noch als Blush funktioniert, sammelt bei mir deshalb sehr schnell Pluspunkte. Erhältlich ist das Duo direkt im Online-Shop hier.
Rosy Rosalie – unschuldig? Das entscheiden wir später
Rosy Rosalie ist die rosafarbene Variante des Duos und vermutlich diejenige, zu der ich intuitiv zuerst greifen würde. Der Farbton soll die natürliche Lippenfarbe nicht überdecken, sondern mit einem zarten Rosé betonen. Genau das finde ich bei einem getönten Lippenbalsam besonders schön. Denn Rosalie ist nicht die Frau, die beim Betreten eines Raumes sofort alle Blicke auf sich zieht. Sie ist eher diejenige, bei der man zehn Minuten später denkt: Moment, warum sieht die eigentlich so verdammt frisch aus? Ein paar Mal über die Lippen fahren und schon wirkt der Mund gepflegter und etwas rosiger. Kein Lipliner, keine komplizierte Technik und vor allem keine Angst davor, dass ein kleiner Patzer sofort sichtbar wird. 💖
Perfekt für mich. Denn Lippenstift ohne Spiegel nachtragen gehört definitiv nicht zu meinen geheimen Talenten. Rosy Rosalie passt für mich wunderbar zu einem natürlichen Tages-Make-up. Etwas Mascara, ein bisschen Rouge und dazu rosige Lippen – mehr brauche ich an vielen Tagen gar nicht. Besonders charmant finde ich aber, dass Rosalie auch auf die Wangen darf. Ein wenig Balm auftupfen, mit den Fingern verblenden und schon entsteht ein leichter rosiger Schimmer. 🦩

Charming Charlotte – Rosalie geht brav nach Hause, Charlotte bestellt noch eine Runde
Und dann haben wir Charming Charlotte. Schon beim Namen habe ich das Gefühl, Charlotte würde bei einem Date nicht nervös auf die Uhr schauen. Charlotte weiß, was sie will. Während Rosalie einen frischen Rosaton mitbringt, geht Charlotte in eine wärmere, bronzefarbene Richtung. Dadurch wirkt sie für mich sofort etwas sinnlicher und besonders schön für den Sommer. ☀️ Auf leicht gebräunter Haut kann ich mir diesen Farbton wunderbar vorstellen.
Auch Charlotte bleibt dabei bewusst dezent. Es geht nicht um einen deckenden braunen Lippenstift, sondern um einen Hauch warmer Farbe, der mit der eigenen Lippenfarbe verschmilzt. Und genau deshalb finde ich sie für Dates fast noch spannender als Rosalie. Sie gibt dem Mund etwas mehr Wärme und Definition, ohne diesen offensichtlichen „Ich habe Lippenstift auf“-Effekt zu erzeugen. Natürlich lässt sich auch Charming Charlotte auf den Wangen verwenden. Dort kann der bronzige Farbton einen warmen, sonnengeküssten Akzent setzen. Quasi ein bisschen Urlaub aus der Kartonhülse. Ganz ohne Flugverspätung und Sand im Bikini. 🌴
Aber was steckt eigentlich auf unseren Lippen?
Bei Lippenprodukten finde ich Inhaltsstoffe besonders interessant. Denn Lippenpflege ist eines dieser Beauty-Produkte, bei denen wir uns nichts vormachen müssen: Ein Teil davon landet irgendwann zwangsläufig nicht mehr auf den Lippen. Wir trinken Kaffee, wir essen. Und schließlich küssen wir uns. Da darf man ruhig etwas genauer hinsehen. 🔎
Im Zentrum der Formulierung steht bei Queen of Green unter anderem Ringelblumenextrakt. Verwendet wird ein konzentrierter CO₂-Extrakt aus Calendula officinalis. Ringelblume wird traditionell in der Hautpflege eingesetzt und ist besonders für ihre beruhigenden und regenerierenden Eigenschaften bekannt. Dazu kommt Pflaumenkernöl, das reich an pflegenden Fettsäuren ist und trockene Lippen geschmeidig halten soll. 🧴
Jojobaöl unterstützt ebenfalls die Pflege der Hautbarriere, während pflanzliche Wachse wie Candelillawachs und Carnaubawachs dem Balm seine feste, aber geschmeidige Konsistenz geben. Für die zarte Tönung setzt Queen of Green unter anderem auf mineralische Pigmente und verzichtet nach eigenen Angaben auf synthetische Farbstoffe. Das Ergebnis ist eine zu 100 Prozent vegane Formulierung mit einem natürlichen, dezenten Farbeffekt. 💚 Oder anders gesagt: Charlotte und Rosalie sehen nicht nur hübsch aus. Die beiden haben auch innere Werte. Das soll bei Queens – und Dates – ja durchaus vorkommen. 👑

Getönter Lippenbalsam in plastikfreier Verpackung
Der für mich spannendste Punkt an Queen of Green ist aber die Verpackung. Normale Lippenpflegestifte wirken zwar winzig, bestehen aber häufig aus mehreren Kunststoffteilen. Drehmechanismus, Hülle, Deckel – und sobald der Balm aufgebraucht ist, landet alles im Müll. 🚮 Doch Queen of Green geht einen anderen Weg. Die Lippenbalsame stecken in einer Hülle aus FSC-zertifiziertem Karton. Statt eines Kunststoffmechanismus wird das Produkt von unten nach oben geschoben. Keine technische Meisterleistung – aber vielleicht genau deshalb clever. 📃
Die Kartonverpackung ist biologisch abbaubar und recycelbar. Queen of Green gibt außerdem an, bei seinen Kartonhülsen Sojatinte einzusetzen. Mir gefällt daran besonders, dass die Nachhaltigkeit sichtbar Teil des Produktdesigns ist und nicht nur irgendwo klein auf der Website erwähnt wird. Natürlich muss man mit einer Kartonhülse etwas anders umgehen als mit Plastik. Ein getönter Lippenbalsam darf nicht neben der Dusche liegen gelassen und auch nicht bei 35 Grad einen Nachmittag lang im Auto vergessen werden. Aber ehrlich: Das würde ich mit meinem Lippenstift ebenfalls nicht machen. Zumindest nicht absichtlich. 😅
Rosy Rosalie vs. Charming Charlotte – welche Queen darf mit zum Date?
Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich es tatsächlich vom Anlass abhängig machen. Rosy Rosalie ist für mich die unkomplizierte Alltags-Queen. Frisch, rosig, natürlich und perfekt für diesen „Ich sehe einfach zufällig so aus“-Look. Sie darf mit zum Frühstück, ins Büro, zum Spaziergang und zum ersten Kaffee-Date. 🩷 Charming Charlotte kommt ins Spiel, wenn es ein bisschen wärmer und sinnlicher werden darf. Ihr Bronzeton wirkt für mich besonders schön am Abend, im Sommer oder zu einem leicht gebräunten Teint. Rosalie würde beim ersten Date vielleicht noch höflich fragen, ob sie ein Stück vom Dessert probieren darf. Charlotte hat das Dessert längst bestellt und zwei Löffel verlangt. 🤎
Ich sage nur: unterschiedliche Persönlichkeiten. 😏 Praktischerweise muss man sich beim Duo überhaupt nicht entscheiden. Und vermutlich ist genau das die vernünftigste Lösung. Schließlich wissen wir morgens auch noch nicht immer, welche Version von uns abends nach Hause kommt.
Und nun zur entscheidenden Frage: Ist getönter Lippenbalsam kussecht?
Hier müssen wir kurz über Erwartungen sprechen. Ein getönter Lippenbalsam ist kein Long-Wear-Liquid-Lipstick. Er versiegelt die Farbe nicht für 16 Stunden auf den Lippen und verspricht auch nicht, einen leidenschaftlichen Abend völlig unbeeindruckt zu überstehen. Und ehrlich gesagt möchte ich das bei einem pflegenden Balm auch gar nicht.
Der Vorteil liegt vielmehr darin, dass die Farbe so dezent ist. Wenn beim Essen, Trinken oder Küssen etwas Produkt verschwindet, entsteht normalerweise nicht sofort diese harte, fleckige Lippenkontur, bei der man danach dringend einen Spiegel suchen muss. Man trägt den Balm anschließend einfach wieder auf. Fertig. Keine Restaurierungsarbeiten. Kein Lipliner-Notfall. Und im besten Fall hatte man zwischendurch ohnehin Wichtigeres zu tun. 💋

Mein Fazit: Rote Lippen soll man küssen – getönte definitiv auch
Am Ende meines kleinen Ausflugs in die Welt von Rosy Rosalie und Charming Charlotte komme ich zu einer Erkenntnis, die eigentlich ziemlich simpel ist: Ich möchte mich beim Schminken nicht zwischen schön und praktisch entscheiden müssen. Und genauso wenig möchte ich mich zwischen Pflege, Farbe und Nachhaltigkeit entscheiden. Ein getönter Lippenbalsam trifft für mich genau diese angenehme Mitte. Meine Lippen bekommen Pflege, sehen etwas frischer aus und ich muss trotzdem nicht ständig überprüfen, ob sich meine Lippenfarbe inzwischen auf Gläsern, Servietten oder anderen Menschen verteilt hat. 👄
Rosy Rosalie ist dabei mein Favorit für jeden Tag. Sie macht die Lippen rosiger und frischer, ohne dass es nach viel Make-up aussieht. Charming Charlotte ist ihre wärmere, ein bisschen verführerischere Schwester – und vermutlich diejenige, die ich für einen Sommerabend einpacken würde. Dass beide auch noch als Farbe für die Wangen funktionieren, gefällt mir besonders gut. Ein Produkt weniger in der Handtasche kann schließlich nie schaden. Vor allem, wenn darin ohnehin schon ungefähr sieben Dinge liegen, an deren Einpacken ich mich nicht erinnern kann. 💋
Und falls sich dann tatsächlich jemand findet, der überprüfen möchte, ob diese Lippen wirklich zum Küssen sind? Nun ja. Für einen wirklich gewissenhaften Produkttest muss man schließlich manchmal Opfer bringen. 😏
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